Robo-Advisor werben oft mit niedrigen Gebühren — aber die echten Gesamtkosten setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen. Dieser Vergleich zeigt alle Kosten der wichtigsten deutschen Robo-Advisor 2026 transparent.
Robo-Advisor Kosten im Vergleich 2026
| Anbieter | Managementgebühr p.a. | ETF-TER ca. | Gesamtkosten ca. | Mindestanlage |
|---|---|---|---|---|
| Quirion | 0,48 % (erste 10.000 € kostenlos) | 0,15–0,25 % | ca. 0,63–0,73 % | 500 € |
| Growney | 0,39–0,69 % (staffelweise) | 0,15–0,20 % | ca. 0,55–0,89 % | 500 € |
| Ginmon | 0,75 % (ab 0,39 % bei 100k+) | 0,15–0,25 % | ca. 0,90–1,00 % | 1.000 € |
| Scalable Capital | 0,75 % (Wealth), 0,33 % (Core) | 0,10–0,20 % | ca. 0,43–0,95 % | 1.000 € |
| Whitebox | 0,35–0,95 % (je nach Betrag) | 0,10–0,20 % | ca. 0,45–1,15 % | 25 € |
| Oskar (Kinder) | 1,00 % | 0,15–0,25 % | ca. 1,15–1,25 % | 25 € |
Was sind die Gesamtkosten eines Robo-Advisors?
Die Gesamtkosten bestehen aus:
- Managementgebühr (Service Fee): Das ist die Gebühr des Robo-Advisors selbst — für Portfoliomanagement, Rebalancing, Kundenservice
- ETF-TER (Total Expense Ratio): Die interne Kostenquote der verwendeten ETFs — fließt direkt aus dem Fondsvermögen, wird nicht extra berechnet
- Spread: Beim Kauf/Verkauf von ETFs entsteht ein Spread — meist minimal (0,01–0,05 %) und selten explizit ausgewiesen
- Transaktionskosten: Bei manchen Anbietern entstehen Ordergebühren beim Rebalancing — meist in der Managementgebühr enthalten
Was kostet ein Robo-Advisor auf 20 Jahre?
Der Kostenunterschied zwischen einem günstigen Robo-Advisor und einem teuren ETF-Sparplan sieht klein aus — ist es aber langfristig nicht. Beispiel: 500 Euro/Monat, 20 Jahre, 7 % p.a. Marktrendite.
| Option | Gesamtkosten p.a. | Endwert nach 20 Jahren | Kosten-Drag |
|---|---|---|---|
| DIY ETF-Sparplan | 0,20 % | ca. 260.000 € | Referenz |
| Quirion (günstiger Robo) | 0,65 % | ca. 248.000 € | ca. -12.000 € |
| Scalable Core | 0,43 % | ca. 253.000 € | ca. -7.000 € |
| Ginmon (Standard) | 0,90 % | ca. 239.000 € | ca. -21.000 € |
Der Kostenunterschied zwischen DIY und günstigstem Robo beträgt nach 20 Jahren ca. 12.000 Euro bei 500 Euro/Monat Sparrate. Ob der Komfort eines Robo-Advisors das wert ist, hängt vom individuellen Nutzen ab.
Wann lohnen sich Robo-Advisor-Kosten?
- Verhaltens-Vorteil: Wer ohne Robo-Advisor im Crash verkaufen würde, verliert mehr als die Gebühr. Robo-Advisor verhindern diesen Fehler durch Automatismus.
- Rebalancing-Vorteil: Bei größeren Depots (ab ca. 30.000 Euro) bringt systematisches Rebalancing messbare Mehrrendite
- Tax-Loss-Harvesting: Manche Robo-Advisor (Ginmon, Scalable Prime) nutzen Verluste steueroptimiert — kann die Gebühr bei höheren Beträgen ausgleichen
- Zeitersparnis: Wer ETF-Auswahl, Rebalancing und Steueroptimierung nicht selbst machen will, zahlt dafür — gerechtfertigt wenn die eigene Zeit anderweitig wertvoller eingesetzt wird
Vollständiger Anbietervergleich: Robo-Advisor Vergleich 2026 mit allen Gebühren, Renditen und Strategien. Für den DIY-Weg: Depot-Vergleich 2026 zeigt die günstigsten Broker. Den richtigen Einstieg: Anlegerprofil-Quiz. Erfahrungsberichte: Robo-Advisor Erfahrungen 2026. Warum Kosten im Kontext der Gesamtstrategie entscheiden: Vermögensaufbau Strategie 2026.