Dein Depot liegt seit Jahren bei der Hausbank — und du zahlst jedes Jahr 20–50 € Depotgebühr? 2026 lohnt sich der Wechsel mehr denn je. Nicht nur wegen der Gebührenersparnis: Viele Broker locken mit Wechselboni bis zu 500 €. Hier erfährst du, wie es geht — ohne Steuerprobleme und ohne Datenverlust.

Warum Depot wechseln sich lohnt

Die meisten traditionellen Banken (Sparkasse, Volksbank, DKB-alt) berechnen Depotgebühren von 0,1–0,3 % p.a. auf den Depotstand plus Transaktionsgebühren von 5–15 € pro Kauf. Neobroker wie Trade Republic oder Scalable bieten dasselbe kostenlos. Bei einem 50.000-€-Depot und 0,2 % Depotgebühr sind das 100 € Ersparnis pro Jahr — ohne einen einzigen Klick mehr.

Aktuelle Wechselboni bei Neobroker (Stand April 2026)

BrokerBonus-BetragBedingungAuszahlung
Trade RepublicBis zu 500 €Depot-Übertrag ≥ 1 ETFCash aufs Konto
Scalable CapitalBis zu 250 €Mindestübertrag 1.000 €Gutschrift in Depot
INGAktionsabhängigWechseldepot mit 5 Pos.Freihandel-Aktionen
Comdirect50–200 €Übertrag aktives DepotCash nach 3 Monaten
FlatexBis zu 100 €Depotübertrag aktivTransaktionsgutschriften

Wichtig: Boni ändern sich regelmäßig. Prüfe immer die aktuelle Aktionsseite des Brokers, bevor du den Antrag stellst. Manche Boni sind zeitlich begrenzt und gelten nur für Neukunden.

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So funktioniert der Depotübertrag — Schritt für Schritt

Schritt 1 — Neues Depot eröffnen: Zuerst eröffnest du das neue Depot bei deinem Zielsatz (z. B. Trade Republic). Konto eröffnen, legitimieren — fertig. Das alte Depot bleibt zu diesem Zeitpunkt unverändert.

Schritt 2 — Übertragungsauftrag beim neuen Broker stellen: Fast alle Neobroker bieten einen In-App-Depotübertrag an. Du gibst dort die Daten deines alten Depots ein (IBAN, Depot-Nr., BIC der alten Bank). Der neue Broker kümmert sich um den Rest — du musst beim alten Broker oft nichts tun.

Schritt 3 — Dauer und Ablauf: Ein Depotübertrag dauert in der Regel 3–10 Werktage. Während des Übertrags sind deine Wertpapiere kurzzeitig nicht handelbar. Dividenden und Ausschüttungen, die in dieser Zeit fällig werden, werden nach Abschluss gutgeschrieben.

Schritt 4 — Kosten: Depotüberträge sind nach Wertpapierhandelsgesetz für dich kostenlos. Die alte Bank kann keine Gebühren berechnen. Manche Broker zahlen sogar Übertrags-Prämien (siehe Tabelle oben).

Steuern beim Depotübertrag: Was du wissen musst

Gute Nachricht: Ein Depotübertrag ist steuerlich neutral. Deine ETFs werden übertragen, nicht verkauft. Es entstehen keine Steuerpflichten. Dein Einstandskurs (Anschaffungskosten) wird mitübertragen, sodass bei einem späteren Verkauf die korrekte Steuer berechnet wird.

Wichtige Ausnahme: Falls der alte Broker die Anschaffungsdaten nicht vollständig mitliefert (selten, aber möglich), geht der neue Broker vom Wert am Übertragsdatum aus — was bei späterem Verkauf zu einer zu hohen Steuer führen kann. Im Zweifel: Jahressteuerbescheinigung des alten Brokers aufbewahren.

Willst du erst vergleichen, welcher Broker am besten zu dir passt? Direkt zum Robo-Advisor Vergleich. Oder: Sparplan-Broker Vergleich 2026 für den ETF-Sparplan-Vergleich.