Du hast einen ausschüttenden ETF im Depot und fragst dich: Wann kommt das Geld? Und wie viel? Die Antworten sind einfacher als du denkst — hängen aber vom jeweiligen ETF ab.
Ausschüttungsfrequenzen: Jährlich, quartalsweise oder monatlich
| Frequenz | Beispiele | Vorteil |
|---|---|---|
| Jährlich | Viele Vanguard ETFs | Einfach, übersichtlich |
| Halbjährlich | Manche iShares ETFs | Kompromiss |
| Quartalsweise | iShares Core MSCI World, viele Dividenden-ETFs | Regelmäßiger Cash-Flow |
| Monatlich | Spezielle Dividenden-ETFs (JEPI, JEPQ etc.) | Maximaler Cash-Flow |
Die meisten populären Welt-ETFs (MSCI World, FTSE All-World) schütten quartalsweise oder jährlich aus. Monatliche Ausschüttungen sind eher bei spezialisierten Dividenden-ETFs oder US-ETFs zu finden. Mehr: Monatlich ausschüttende ETFs.
Wie hoch ist die Ausschüttungsrendite?
Die Ausschüttungsrendite (Dividend Yield) eines MSCI World ETF liegt typischerweise bei 1,5–2,0 % p.a. Das klingt wenig — aber der Rest der Gesamtrendite (ca. 7–9 % historisch) entsteht durch Kurssteigerungen. Bei einem thesaurierenden ETF wird die Dividende statt ausgezahlt direkt reinvestiert — der Kurs steigt entsprechend.
Ausschüttungsrenditen verschiedener ETF-Typen:
- MSCI World: ca. 1,5–2,0 %
- MSCI Emerging Markets: ca. 2,5–3,5 %
- Dividenden-ETFs (MSCI World High Dividend): ca. 3,5–5,0 %
- S&P 500: ca. 1,3–1,8 %
Thesaurierend vs. Ausschüttend: Steuerliche Auswirkungen
Bei ausschüttenden ETFs zahlst du Steuer auf die Ausschüttungen sobald sie anfallen (Abgeltungssteuer, außer im Freistellungsauftrag-Rahmen). Bei thesaurierenden ETFs zahlst du die Vorabpauschale — eine Art Mindeststeuer auf theoretische Erträge. Langfristig ist der Steuervorteil zwischen beiden Varianten gering. Mehr: Thesaurierend vs. ausschüttend.