7 % ETF-Rendite klingt gut. Aber nach Steuern und Inflation bleibt davon weniger übrig als die meisten denken. Hier ist die ehrliche Rechnung.
Von Brutto zu Netto: Die drei Abzüge
| Abzug | Betrag (bei 7 % Brutto) | Verbleibend |
|---|---|---|
| ETF-Kosten (TER 0,20 %) | -0,20 % | 6,80 % |
| Abgeltungssteuer (26,375 % auf Gewinn) | ca. -1,80 % (auf 6,80 %) | ca. 5,00 % |
| Inflation (angenommen 2,5 %) | -2,50 % | ca. 2,50 % real |
Das bedeutet: Von 7 % Brutto-Rendite bleiben real (nach Steuern und Inflation) ca. 2,5 % Kaufkraft-Wachstum. Das ist immer noch besser als Tagesgeld (2–3 % brutto, 0 % real nach Inflation). Aber der Abstand zum "gefühlten" Rendite-Versprechen ist real.
Thesaurierend macht einen Unterschied
Bei thesaurierenden ETFs fällt die Steuer erst beim Verkauf an — nicht jährlich. Der Steuerstundungseffekt ist real: Das unversteuerte Geld arbeitet weiter und erzeugt Zinseszins. Über 30 Jahre kann das den Endwert um 10–20 % erhöhen gegenüber einem ausschüttenden ETF mit sofortiger Steuerzahlung. Mehr: Ausschüttend vs. thesaurierend Vergleich.
Wann ist die Steuerbelastung niedriger?
Drei Szenarien wo die Abgeltungssteuer geringer ausfällt: (1) Freistellungsauftrag noch nicht ausgeschöpft (erste 1.000 €/Jahr steuerfrei), (2) NV-Bescheinigung für Geringverdiener/Studenten, (3) Günstigerprüfung bei Persönlichem Steuersatz <25 %. In diesen Fällen kann die Nettorendite deutlich besser sein als die Standardrechnung. Steueroptimierung: Abgeltungssteuer legal senken.