100 € monatlich, 7 % Rendite, 18 Jahre: Das Ergebnis wäre ca. 43.000 € — ein solider Grundstock fürs Leben. Ein ETF-Depot für Kinder ist eine der effektivsten Formen der Geldanlage. Aber wie funktioniert das rechtlich, welche Steuern fallen an — und welcher Broker ist der beste für ein Juniordepot?

Rechtliche Grundlagen: Depot für Minderjährige

Ein Depot für Minderjährige wird auf den Namen des Kindes eröffnet. Eltern haben bis zur Volljährigkeit des Kindes die Depotberechtigung. Ab 18 geht das Depot vollständig auf das Kind über. Wichtig: Das Geld im Depot gehört dem Kind — es kann steuerlich nur über den eigenen Freibetrag des Kindes (1.000 €/Jahr Sparerpauschbetrag) fließen.

Steuerlicher Vorteil: Kinderfreibetrag

Der größte Vorteil eines Kinderdepots: Das Kind hat einen eigenen Sparerpauschbetrag (1.000 €/Jahr). Auf die ersten 1.000 € Kapitalerträge pro Jahr zahlt das Kind keine Steuern. Bei Kindern ohne eigenes Einkommen kann zudem eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) beantragt werden — dann sind bis zu ca. 10.908 € (Grundfreibetrag) steuerfrei. Das eröffnet erhebliche Steueroptimierungsmöglichkeiten.

Welche ETFs fürs Kinderdepot?

ETFISINTERStrategie
Vanguard FTSE All-WorldIE00B3RBWM250,22 %Weltmarkt, breit diversifiziert
iShares MSCI ACWIIE00B6R522590,20 %Weltmarkt, günstig
Xtrackers MSCI World SwapLU02742086920,15 %Industrieländer, sehr günstig
ETF Depot für Kinder aufbauen 2026: Juniordepot Schritt für Schritt

Welcher Broker für das Kinderdepot?

Nicht alle Broker bieten Kinderdepots an. Gute Optionen:

  • comdirect: Juniordepot-Klassiker, kein Depotpreis bis 21 Jahre, gute App
  • DKB: Kostenloser ETF-Sparplan ab 25 €, einfache Kontoeröffnung für Minderjährige
  • ING: Kostenloses Depot, gute Sparplan-Auswahl
  • Trade Republic: Kein offizielles Minderjährigen-Depot (ab 18)

Auch als verwaltete Alternative: Robo Advisor für Kinder — einige bieten speziell Kinderdepots an. Mehr Broker-Optionen: Online Broker Vergleich 2026.

Wichtig: Das Depot gehört dem Kind

Das Geld im Kinderdepot gehört rechtlich dem Kind — Eltern können es nicht für eigene Zwecke verwenden. Wenn Eltern das Depot aufbauen, um später darauf zuzugreifen, ist das rechtlich problematisch. Das Depot sollte wirklich für das Kind aufgebaut werden. Mehr Sparstrategien: Gerd Kommer Weltportfolio für die langfristige Strategie.