Wie viel sollte ich in einen ETF-Sparplan investieren? Diese Frage stellen sich fast alle Einsteiger. Die Antwort ist individuell — aber es gibt klare Faustregeln und konkrete Berechnungen, die helfen, den richtigen Betrag zu finden.
Die Grundregel: Mindestens 10 % des Nettoeinkommens
Die häufigste Empfehlung von Finanzexperten: Spare mindestens 10–15 % deines Nettoeinkommens. Das ETF-Depot sollte ein Teil dieser Sparquote sein.
| Nettoeinkommen | 10 % Sparquote | 15 % Sparquote | Empfehlung ETF-Rate |
|---|---|---|---|
| 1.500 € netto | 150 € | 225 € | 50–100 €/Monat |
| 2.000 € netto | 200 € | 300 € | 100–150 €/Monat |
| 2.500 € netto | 250 € | 375 € | 150–200 €/Monat |
| 3.000 € netto | 300 € | 450 € | 200–300 €/Monat |
| 4.000 € netto | 400 € | 600 € | 300–500 €/Monat |
Ab 25 Euro: Lohnt sich ein kleiner ETF-Sparplan?
Ja — auch 25 Euro monatlich sind besser als nichts. Konkret: 25 Euro über 30 Jahre bei 7 % p.a. = ca. 28.500 Euro. Eingezahlt: 9.000 Euro. Das macht einen echten Unterschied.
Wichtiger als der Betrag ist der Anfang. Wer mit 25 Euro startet und nach einem Jahr auf 100 Euro erhöht, hat am Ende fast dasselbe Depot wie jemand, der von Anfang an 100 Euro spart. Der frühzeitige Start ist wichtiger als die exakte Höhe.
Was bringen verschiedene Sparraten über 20 Jahre?
| Sparrate/Monat | Eingezahlt (20J) | Endwert 7 % p.a. | Rendite |
|---|---|---|---|
| 50 € | 12.000 € | 26.000 € | +14.000 € |
| 100 € | 24.000 € | 52.000 € | +28.000 € |
| 200 € | 48.000 € | 104.000 € | +56.000 € |
| 300 € | 72.000 € | 156.000 € | +84.000 € |
| 500 € | 120.000 € | 260.000 € | +140.000 € |
Voraussetzungen bevor du die ETF-Rate erhöhst
Bevor du viel in ETFs steckst, sollten diese Punkte erfüllt sein:
- Notgroschen: 3–6 Monatsgehälter auf Tagesgeld als Sicherheitspuffer
- Keine teuren Schulden: Konsumkredite und Kreditkartenschulden vor dem Investieren abbauen
- Grundversicherungen: Kranken-, Haftpflicht-, Berufsunfähigkeitsversicherung
- Anlagehorizont: ETF-Sparplan nur wenn du das Geld mindestens 7–10 Jahre nicht brauchst
Erhöhe die Rate wenn möglich — Sparplan-Flexibilität nutzen
Bei allen modernen Brokern (Trade Republic, Scalable, ING etc.) kannst du die Sparrate jederzeit kostenlos ändern, pausieren oder erhöhen. Nutze das: Starte klein, erhöhe bei Gehaltserhöhung oder Bonuszahlung. Auch die schrittweise Erhöhung des Sparplans ist eine bewährte Strategie.
Nutze den ETF-Sparplan-Rechner für dein persönliches Szenario. Oder prüfe ob ein Robo-Advisor für deine Situation besser passt — oft sinnvoll bei höheren Beträgen ab 10.000 Euro. Was konkrete Sparraten langfristig bringen: ETF Sparplan 25 Jahre Rendite und Notgroschen aufbauen vor dem Investieren.