flatex ist ein europäischer Online-Broker mit deutschem Sitz in Frankfurt — und einer der größten ETF-Sparplan-Anbieter Deutschlands. Über 1.500 ETFs im Sparplan, 20+ Börsenplätze, und ein professionelles Analyse-Setup. Aber: flatex ist nicht kostenlos. Was kostet das Depot wirklich — und für wen lohnt es sich 2026?

flatex Depot Test 2026

flatex Depot Kosten 2026: Was du wirklich zahlst

flatex ist einer der wenigen Online-Broker, die noch eine Depotgebühr erheben — 0,10 % p.a. auf den Depotbestand. Bei 10.000 € Depotwert sind das 10 € pro Jahr. Hinzu kommen Sparplan-Kosten:

KostenartflatexTrade RepublicING
Depotgebühr0,10 % p.a.KostenlosKostenlos
ETF-Sparplan0 € (Aktions-ETFs) / 0,90 € sonstKostenlosKostenlos (Aktions-ETFs)
EinzelorderAb 5,90 € + 0,25 %1 € FlatAb 4,90 € + 0,25 %
Mindest-SparrateAb 25 €Ab 1 €Ab 1 €
ETF-Sparplan Auswahl1.500+ ETFs2.500+ ETFsCa. 800 ETFs

Auf Aktions-ETFs gibt es kostenlose Sparpläne — auf alle anderen 0,90 € pro Ausführung. Das klingt nach wenig, aber: Bei 100 € Sparrate und 0,90 € Sparplangebühr sind das 0,9 % Kosten — fast so hoch wie manche Robo-Advisor.

Was flatex wirklich besonders macht

flatex hat echte Stärken, die für bestimmte Anleger entscheidend sein können:

  • Größte ETF-Sparplan-Auswahl: Über 1.500 ETFs als Sparplan — einschließlich Nischen-ETFs, die kein anderer Broker im Sparplan anbietet (z.B. einzelne Länder-ETFs, Sektor-ETFs, Short-ETFs).
  • 20+ Handelsplätze: XETRA, Frankfurt, Stuttgart, München, Gettex, TRADEGATE, und mehrere ausländische Börsen — für aktive Trader die größte Flexibilität.
  • Kreditlinien und Wertpapierleihe: Für erfahrene Anleger bietet flatex Marginhandel und Wertpapierleihe — aber Vorsicht: Das erhöht das Risiko erheblich.
  • Zuverlässige Plattform: flatex ist ein regulierter Wertpapierhandelsdienstleister mit BaFin-Lizenz und langjähriger Marktpräsenz.

flatex Depot Erfahrungen: Wo es hakt

Die häufigsten Kritikpunkte bei flatex-Nutzern:

  • Die Depotgebühr von 0,10 % p.a. entfällt nur bei aktiven Tradern (3+ Orders/Quartal) oder hohem Depotvolumen — viele Sparplan-Anleger zahlen sie dauerhaft.
  • Die Oberfläche ist nicht so nutzerfreundlich wie Trade Republic oder die ING-App — eher für erfahrene Anleger ausgelegt.
  • Die 90 € Depotführungsgebühr p.a. (bei 90.000 € Depotwert) ist signifikant.
  • Ausführung mancher exotischerer ETFs nur an Börsenzeiten — keine Direktorder rund um die Uhr.

flatex oder Neobroker: Wann lohnt sich welcher?

Für die meisten ETF-Sparer mit Standard-ETFs (MSCI World, MSCI EM, S&P 500) sind Neobroker wie Trade Republic günstiger: keine Depotgebühr, kostenlose Sparpläne auf 2.500+ ETFs, ab 1 €. flatex lohnt sich primär für:

  • Anleger, die sehr spezifische Nischen-ETFs besparen wollen, die nur flatex im Angebot hat
  • Aktive Trader, die viele verschiedene Börsenplätze nutzen
  • Erfahrene Anleger, die Margin-Trading oder Wertpapierleihe einsetzen

Für vollautomatisches Anlegen ohne eigene ETF-Strategie sind Robo-Advisor die bessere Wahl. Mehr im vollständigen Depot-Vergleich.

Fazit: flatex Depot 2026

flatex ist kein schlechter Broker — aber auch kein First Choice für einfache ETF-Sparplan-Anleger. Die Kostenstruktur (Depotgebühr + Sparplangebühr auf Non-Aktions-ETFs) ist teurer als Neobroker, und die Oberfläche ist weniger benutzerfreundlich. Für Anleger mit speziellen Anforderungen oder aktivem Handel kann flatex sinnvoll sein. Für den Standard-ETF-Sparplan gibt es günstigere Optionen. Nutze unseren Kostenrechner, um die Langzeitkosten zu vergleichen.