Frauen verdienen statistisch weniger, arbeiten häufiger in Teilzeit (Pflege, Kinder) und haben deshalb deutlich niedrigere Rentenansprüche. Der Gender Pension Gap in Deutschland: Frauen erhalten im Schnitt 40–50 % weniger Rente als Männer. Das ist kein abstrakter Gleichstellungsbegriff — das ist eine konkrete finanzielle Bedrohung für viele Frauen.

Gender Pension Gap: Die Zahlen

KennzahlFrauenMänner
Durchschnittliche gesetzliche Rente (2024)ca. 850 €/Monatca. 1.440 €/Monat
Altersarmutsquote (60+)ca. 19 %ca. 14 %
Teilzeitquote (Mütter)ca. 65 %ca. 7 %
Entgeltlücke (Gender Pay Gap)ca. −18 % zum GehaltReferenz

Der Unterschied entsteht nicht hauptsächlich durch ungleiche Bezahlung für gleiche Arbeit — sondern durch Teilzeit während Erziehungs- und Pflegephasen, kürzere Erwerbsbiographien, und häufigere Unterbrechungen. Das Ergebnis: weniger Rentenpunkte, niedrigere Betriebsrente, kleiner Aufbau von Privatvermögen.

ETF-Sparplan als direkte Antwort

Zwei Frauen besprechen ETF-Sparplan und Geldanlage-Strategie

Ein privater ETF-Sparplan ist die direkteste und kostengünstigste Antwort auf den Gender Pension Gap. Drei konkrete Ansätze:

1. Früh starten, auch bei kleinen Beträgen: Wer mit 25 Jahren 50 €/Monat in einen MSCI-World-ETF investiert, hat mit 67 Jahren ca. 132.000 € Kapital (bei 7 % p.a.) — das entspricht einer monatlichen Entnahme von ca. 440 € über 25 Jahre. Auch 50 € machen langfristig einen entscheidenden Unterschied.

2. In Pausen nicht aussetzen: In Elternzeit oder Teilzeitphasen sollte der Sparplan nicht pausiert, sondern in angepasster Höhe weitergeführt werden. Selbst 25 € im Monat in einer Erziehungszeit von 3 Jahren sind 900 € Investment — plus Zinseszins über 30 Jahre.

3. Eigenes Depot, eigene Kontrolle: Finanziell unabhängig zu sein bedeutet auch: eigenes Depot, eigenverantwortlich. Kein gemeinsames Depot, das bei Trennung aufgeteilt werden muss. Separate ETF-Vorsorge ist Selbstschutz. Mehr: Geldanlage als Paar — gemeinsam und trotzdem unabhängig.

Robo-Advisor als Einstieg

Viele Frauen, die noch nie investiert haben, finden den Einstieg über einen Robo-Advisor einfacher als den selbst gemanagten ETF-Sparplan. Der Fragebogen übernimmt die Risikoeinschätzung, das Portfolio wird automatisch verwaltet. Das Risiko, im falschen Moment falsch zu reagieren, ist damit minimal. Für den Einstieg: Robo-Advisor für Anfänger oder unser Anlegerprofil-Quiz in 2 Minuten.